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26 | 05 | 2016
Emotikon-Studie

EMOTIKON-Studie (*2006)

¬Ľ Abschlussbericht zur Pilotstudie "EMOTIKON 2006-2010"

Kurzcharakteristik

Im Rahmen eines kooperativen Forschungsprojektes widmet man sich seit 2006 im Bundesland Brandenburg (BB) verst√§rkt dem Themenfeld ‚Äěmotorische Leistungsf√§higkeit‚Äú und dessen F√∂rderung durch eine theoretische sowie schul- und sportpraktische Vernetzung in der kindlichen Lebenswelt. An dem Projekt, mit dem Kurztitel ‚ÄěEMOTIKON-Studie‚Äú, sind das Ministerium f√ľr Bildung, Jugend und Sport des Landes BB, der Landessportbund BB und die Professur f√ľr Trainings- und Bewegungswissenschaft der Universit√§t Potsdam beteiligt. √úbergeordnetes Ziel ist die landesweite j√§hrliche "Erfassung der motorischen Leitungsf√§higkeit von Kindern in der Jahrgangsstufe (JST) 3 zur kontinuierlichen Evaluierung des Sportunterrichts[1] und einer diagnosebasierten Systematisierung der Sport- und Bewegungsf√∂rderung". Die dazu notwendigen ‚ÄěVorarbeiten‚Äú wurden in einem Pilotprojekt von 2006-2010 geleistet. Die Evaluation erfolgte in Verbindung mit einer vierj√§hrigen L√§ngsschnittstudie an 29 Grundschulen. F√ľr einen detaillierten Einblick in die Vorarbeiten sowie die Pilotstudie im Allgemeinen, sei auf den oben zum Download bereitgestellten Abschlussbericht hingewiesen (Wick, Golle & Ohlert, 2013)[2]. Aus den theoretischen und v. a. praktischen Erkenntnissen der Pilotstudie heraus, wurde die seit 2010 bestehende ‚ÄěEMOTIKON-Grundschulsport‚Äú-Studie ¬†konzipiert (zum zeitlichen Verlauf siehe auch Abb. 1). Kernst√ľck der Trendstudie ist die seit dem Schuljahr 2009/10 landesweite Realisierung der Erfassung des motorischen Leistungszustands von Sch√ľlerinnen und Sch√ľlern in der JST 3. Die Leistungsdiagnose soll als eine M√∂glichkeit fungieren, (landesspezifische) F√∂rderungsempfehlungen auszusprechen, die sich auf die ‚ÄěBegabtenf√∂rderung im Sport‚Äú wie auch die Bewegungsf√∂rderung i. S. eines Sportf√∂rderunterrichts, respektive zielgruppenspezifischer Sportvereins- / Interventionsprogramme, beziehen. Zus√§tzlich sollen m√∂gliche Risikogruppen identifiziert werden. Beispielhaft genannt sei die mit dem demographischen Wandel einhergehende Bev√∂lkerungsausd√ľnnung in vielen l√§ndlichen Regionen des Landes BB, der damit einhergehende R√ľckgang an lokalen Sportvereinsangeboten und langen automobilgest√ľtzten Schulwegen und die somit m√∂glichen Auswirkungen auf die motorische Leistung der l√§ndlich lebenden Kinder im Vergleich zu ihren st√§dtisch lebenden Altersgenossen.[3]

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[1] vgl. ¬ß 7 Abs. 2, ¬ß 44 Abs. 4 und ¬ß 66 Abs. 2 des Brandenburgischen Schulgesetz (MBJS Land BB, 2007) sowie Rahmenlehrplan Grundschule Sport (# 1.7 Qualit√§tsentwicklung und ‚Äďsicherung, S. 15-16) des Landes Brandenburg (MBJS Land BB et al., 2004).

[2] Wick, D., Golle, K. & Ohlert , H. (2013). K√∂rperliche und motorische Entwicklung Brandenburger Grundsch√ľler im L√§ngsschnitt: Ergebnisse der EMOTIKON-Studie 2006-2010. Potsdam: Universit√§tsverlag Potsdam.

[3] F√ľr einen √úberblick zum demographischen Wandel im Land BB siehe Wick, Golle & Ohlert, Kapitel 1.3.1.

 

aktualisiert am 22.07.2014, ©KG

 
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